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IndienHilfe Deutschland e.V.

Ziele der IndienHilfe Deutschland e.V.

Der Verein IndienHilfe Deutschland e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke. Die Vereinstätigkeiten werden ehrenamtlich ausgeführt.
Der Zweck der IndienHilfe Deutschland e.V. ist die Förderung der Schulerziehung von indischen Kindern, sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen in Indien und der Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und der Religion. Die Prinzipien der Partizipation, Hilfe durch Selbsthilfe und der Kinderrechteansatz ist die Grundlage für die Arbeit der IndienHilfe Wallenhorst e.V.
So ist ein Bestandteil unserer Arbeit unsere Umgebung, in der Kinder und Jugendliche eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben, ihre Potentiale entfalten können und in die Lage versetzt werden ihre persönliche Entwicklung in die eigenen Hände zu nehmen.
Die IndienHilfe Wallenhorst e.V. fühlt sich des weiteren dem Ziel der Armutsbekämpfung verpflichtet. Ein logischer Bestandteil der Projekte zur Armutsbekämpfung ist die Befriedigung der Grundbedürfnisse, wie Trinkwasserversorgung und eine ausgewogene Ernährung. Hinzu kommen Verbesserung der medizinischen Versorgung, Schulbildung und weiterführende Berufsausbildung.
Bei der Indienhilfe Deutschland e.V. sind vor allem die Projekte wichtig, die die lokalen Partner in die Planung und Durchführung einbeziehen.
Diese Projekte haben die nachhaltige Entwicklung der Kinder und Familien zum Ziel; denn nur derjenige, der seinen Lebensunterhalt eigenständig erwirtschaften kann, ist in der Lage der Armutsspirale zu entkommen.
Die IndienHilfe Deutschland e.V. kooperiert mit einheimischen Part-nern, die auf Basis einer christlichen Grundlage arbeiten und sich über die Projektarbeit hinaus für die Menschenrechte und insbesondere für die Rechte von Kindern und Jugendlichen in ihrem Land engagieren.
Ein wichtiger Partner der IndienHilfe Deutschland e.V. ist der katholische Orden der Pilar Fathers (Society of Pilar).


IndienHilfe Deutschland e.V.

Im Oktober 2008 besuchten wir Father Franklin Rodriques erstmals in Indien. Während unserer zweiwöchigen Rundreise durch Indien hatten wir die Möglichkeit, das Land aus unterschiedlichsten Blick-winkeln kennen zu lernen.
Wir besuchten den Slum in Bhopal und sahen die Kinder auf unbe-festigten Wegen zwischen Schweinen spielen. Die Unterkünfte der Familien waren einfache Holzgerüste, die mit blauer Plastikplane bedeckt waren und weder hygienische Voraussetzungen erfüllten noch geeigneter Schutz gegen unterschiedlichste Wetterbedingun-gen boten. Noch nie hatten wir ausdruckslosere Kinderaugen gese-hen.
Die Steigerung dieser Erfahrung erlebten wir in Kalkutta bei einer Armenspeisung. Hier leben Menschen, von der Gesellschaft versto-ßen, wie Tiere auf der Straße. Durch Almosen fristen sie ein Leben unter widrigsten Umständen. Sie leben unter Brücken, liegen auf den Bürgersteigen und verstecken sich im Gebüsch. Pater Franklin hat sich zusammen mit seinen Glaubensbrüdern vor einigen Jahren diesem Problem angenommen und das Projekt „One Meal a day“ initiiert. Einmal am Tag werden diese Menschen mit einem Becher Wasser, einer Mahlzeit und den nötigsten Medikamenten versorgt.
Auf den Bahnhöfen, die notorisch überfüllt waren, sahen und spra-chen wir mit Kindern, die Klebstoffe schnüffelten und hierdurch bereits geistig und körperlich stark beeinträchtigt waren. Da sie in Banden organisiert sind, ist ein Eingreifen gefährlich – selbst für kirchliche Organisationen.
Wir haben die glücklichen Kinder in den Einrichtungen der Pilar Fathers besucht und waren begeistert von den freundlichen, offenen und motivierten Kindern. Die klaren, strahlenden und ausdrucksvollen Augen, die den starken Willen der Kinder wiederspiegeln der Armutsspirale zu entkommen, hat bei uns einen Eindruck hinterlassen. Meine Frau hat diesen Eindruck mit einer Feststellung untermauert:
„Deutsche Schulkinder freuen sich, wenn sie aus der Schule hinaus gehen können, indische Schulkinder freuen sich, wenn sie in die Schule hinein gehen können.“
Father Franklin Rodriques beschäftigt sich seit über dreißig Jahren mit diesen Herausforderungen. In jungen Jahren hat er begonnen, Einrichtungen wie Kinderhort, Kindergarten und Schulen aufzubauen und somit den Kindern seines Landes eine Chance auf eine Zukunft zu geben.
Motiviert durch diese Erlebnisse und Erfahrungen gründeten wir am 18. Dezember 2008 den gemeinnützige Verein IndienHilfe Wallenhorst e.V.


Aus „Wallenhorst“ wird „Deutschland“:
IndienHilfe jetzt mit bundesweiter Ausrichtung

Vor genau vier Jahren wurde die IndienHilfe Wallenhorst e.V. ins Leben gerufen. Dank des großen Engagements der Mitglieder entwickelt sich der karitative Verein seitdem rasant und höchst erfolgreich: Dem Motto „Bildung gegen Armut“ verpflichtet, setzt sich die IndienHilfe insbesondere für benachteiligte Kinder in und um Bhopal ein, unterstützt Kinder von Leprakranken, Waisenkinder und junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben. Ein besonderer Fokus liegt auf der Hilfe für Mädchen und junge Frauen.
Das Spendenaufkommen, die Mitgliederzahl und vor allem die Anzahl und Wirksamkeit der Projekte in Indien haben sich derartig vielversprechend entwickelt, dass der Verein sich nun bundesweit aufstellen wird. „Aus der IndienHilfe Wallenhorst e.V. ist Ende November offiziell die IndienHilfe Deutschland e.V. geworden“, erklärt der erste Vorsitzende des Vereins, Jürgen Fluhr, und erläutert die ehrgeizige Motivation hinter der Namensänderung: Man wolle das äußerst wirksame Hilfskonzept und die gut funktionierenden Strukturen in Indien sowie die vielen wertvollen Kontakte zu Wirtschaft und Politik sowohl hierzulande als auch in Indien mit maximaler Effizienz nutzten. Dafür sei es sehr wichtig, sich von der lokalen Hilfsorganisation zu einem deutschlandweit aktiven Verein weiterzuentwickeln.
Die absolute Transparenz, hohe Glaubwürdigkeit und die ehrenamtliche Arbeitsweise bleiben auch bei der IndienHilfe Deutschland e.V. die Grundpfeiler des Engagements. Um die positive Entwicklung der „neuen“ IndienHilfe gezielt voranzutreiben und die Vereinsarbeit effizient auszugestalten, ist ein zehnköpfiger Beirat gegründet worden. Dieser Beirat besteht aus Vertretern der Wirtschaft, dem öffentlichem Leben, der Politik und engagierten Privatpersonen. Zur besseren überregionalen Vernetzung sind bereits Niederlassungen des Vereins in Hamburg und Frankenthal (Rheinland – Pfalz) gegründet worden, weitere sind angedacht.
Parallel zum Ausbau der Vereinsstrukturen arbeitet die IndienHilfe Deutschland e.V. auch gezielt darauf hin, für Mitglieder, Freunde und Förderer ein Optimum an Transparenz und Kommunikation zu realisieren: Die Mitgliedschaften bei Transparency International und dem Deutschen Spendenrat sind bereits beantragt. Außerdem wird Anfang 2013 eine neue Internetseite online geschaltet, die eine stets aktuelle, detaillierte Beschreibung der Aktivitäten und Projekte in Indien und Deutschland gewährleisten wird. Auch die Möglichkeit, sofort per Mausklick online Hilfe zu leisten, wird dann unter www.indienhilfe-deutschland.de gegeben sein.
Ein weiteres Kommunikationsmedium ist derzeit im Druck: Mit dem IndienHilfe Magazin wendet sich der Verein ab sofort zweimal jährlich an alle Mitglieder und Förderer, um über die Arbeit und die Ziele des Vereins zu berichten. Insbesondere die Vorstellung der schon bewährten und gerade auf den Weg gebrachten Projekte liegt Jürgen Fluhr und seinen Mitstreitern am Herzen: „Das Magazin zeigt klar auf, wofür die Gelder verwendet werden. Gleichzeitig erlaubt es uns, denjenigen nochmals zu danken, die sich finanziell und ideell für die IndienHilfe einsetzen.“
Zu den „Einstiegsprojekten“ der IndienHilfe zählten und zählen neben Sach-Patenschaften die Sicherung der Grundernährung sowie eine wachsende Anzahl deutsch-indischer Schulpartnerschaften. Inzwischen sind zahlreiche neue Konzepte und Ideen erfolgreich auf den Weg gebracht worden: Die personenbezogene Ausbildungspatenschaft für ein bis drei Jahre (Ausbildung nach dem dualen System) läuft ebenso gut wie der Aufbau einer Nähschule für Mädchen und junge Frauen. „Fit 4 Job“, das Bewerbungstraining für Schulabgänger und Studenten, zeigt erste Erfolge und mit dem Industrial Training Center wird die Berufsqualifikation vieler junger Menschen professionell vorangebracht. „In Zukunft werden wir diese Projekte weiter ausbauen und gleichzeitig immer die Augen offen halten, wo weiterer Bedarf besteht und wie wir diesen mit geeigneten Konzepten bedienen können“, unterstreicht Jürgen Fluhr den Ehrgeiz, neben Bewährtem immer auch neue Projekte in Angriff zu nehmen.
Wie gut das gelingt, zeigen nicht nur die Erfolge vor Ort in Indien und das Wachstum des Vereins in Deutschland, sondern auch die öffentliche Anerkennung der IndienHilfe Deutschland: Der Verein wurde 2012 für den Deutschen Engagementpreis nominiert. „Dies“, so Jürgen Fluhr, „verdanken wir in erster Linie dem ungeheuer kreativen und vielfältigen Engagement unserer Mitglieder und Freunde. Was die so alles auf die Beine stellen, um Spenden zu sammeln und aufzuklären, ist einfach toll!“


IndienHilfe Deutschland e.V.
St. Bernhardsweg 4
49134 Wallenhorst
Ansprechpartner:
Jürgen Fluhr
E-Mail:
info@indienhilfe-deut...
Web:
www.indienhilfe-deuts...
Tel:
05407-3469770
Fax:
05407-3469771
Soziales, Politik, Kultur
Osnabrück / Emsland

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